„RAUSZEIT“ im 4* JUFA Hotel Stift Gurk

Adriana & Melina
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Raus aus den vier Wänden, raus aus dem Alltagstrott, raus aus dem eigenartigsten Jahr unseres Lebens. Aber wohin nur, wenn auf der Welt gerade Chaos herrscht? Abtauchen und dieses Chaos wenigstens für eine kurze Zeit vergessen, das war heuer unser größter Wunsch. Dort wo die Uhr sich langsamer zu drehen scheint als zu Hause, dort wo die Welt noch so unberührt und ruhig ist, dass man einfach zur Ruhe kommen muss. Dort durften wir für ein Wochenende einen Gang zurückgeschalten und eine wahre >>Rauszeit<< im JUFA Hotel Stift Gurk**** genießen.

Anreise – Abstecher zum Wörthersee Auch ein Abstecher zum Wörthersee war ganz klar ein Muss. Hier hieß es für uns Welcome to the jungle, denn am Sol Beachclub Velden ist das Motto Programm. Der hippe und sehr beliebte Beachclub stand schon länger auf unserer Bucket List, da kam uns der etwas spätere Check-in beim Hotel, nämlich 15:00, ziemlich recht. So konnten wir unser Mittagessen direkt am meeresähnlichen Wasser des Wörthersees einnehmen und die Sonne in vollen Zügen genießen. Bei cooler Lounge Musik und gemütlichen Sitzmöglichkeiten sowie einem direkten Zugang zum erfrischenden See startete unser erster Urlaubstag. Der Sol Beachclub ist eindeutig ein Place to be, wir kamen kurz vor der Mittagszeit dort an, somit hatten wir freie Platzwahl und genossen einen sehr guten und äußerst höflichen Service.

Im wenig bebauten Gurktal, umgeben von weiten Bergwiesen und unweit vom Fluss Gurk entfernt, befindet sich das gleichnamige Örtchen Gurk. Nicht nur wegen der Kräuter und des daraus resultierenden Brands dem Gurktaler, ist Gurk ein Begriff für so manch einen. In dieser 1200 Einwohner Metropole befindet sich eine der wohl bedeutendsten romanischen Bauten Europas – das Stift und der Dom Gurk. Bereits aus der Ferne zeichnen sich die 60 Meter hohen Doppeltürme des Doms am Horizont ab. Der naturbelassene Ort ist nicht nur Ziel vieler Pilger, welche man bereits in den Wiesen vor dem Dom beim Schlafen zusehen kann. Auch Familien, Pärchen und Schulklassen zieht es in das beschauliche Örtchen und in das 2018 neu „erbaute“ JUFA Hotel Stift Gurk****. Baulich an den Dom und seine Basilika angrenzend befindet sich das Stift Gurk. Einst beherbergte das Stift verschiedene Orden, später war es ein Gymnasium, heute ist es das 4 Sterne JUFA Hotel, welches in den historischen Mauern seinen Platz gefunden hat.

Über den ehemaligen Kapiteltrakt und den Probsthof erstrecken sich die Zimmer des Hotels mit ihrem ganz besonderem Flair. Hohe Gemäuer, große Fenster und Teile des Stifts wurden gekonnt mit der neuen Inneneinrichtung des Hotels kombiniert, was für ein atemberaubendes Ambiente sorgt. Der Wellnessbereich mit Sauna, Dusche und Tee-Bar, von dem man in die Kanzel des Doms gelangt und somit einen Blick aufs Innere die Kirche erhaschen kann. Wiesen und Kräutergärten umrahmen das Stift und den Dom malerisch. Ein großer Garten mit Spielplatz, Tischtennistisch, Billard und das Stift Café laden abends zum Verweilen und Spaß haben ein.

Fun Fact Wir sind nach Gurk gefahren, mit der festen Überzeugung niemanden hier zu kennen. Als der Hoteldirektor uns durchs Stift führte, sagte ich zu Robert, dass der Direktor mir irgendwoher bekannt vorkommt. Vermutlich kenne ich ihn vom „Niteflight“, scherzte ich. Robert lachte nur, aber wie das Leben so spielt, ist der Hoteldirektor David tatsächlich eine Art weit entfernter Verwandter von mir, den ich ewig nicht gesehen hab. Und auch

seine/meine Verwandten reisten einen Tag später an. Da mussten wir nach Gurk fahren um sie nach einer Ewigkeit wiederzusehen.

Vom Hotel aus sind wir die verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten der Kärnten Card und der Wörthersee Plus Card, welche beide im Zimmerpreis inbegriffen waren, angesteuert. Rund um Gurk gibt es unendlich viele Möglichkeiten und Attraktionen, welche man in Kürze mit dem Auto erreichen kann. Und durch die beiden Vorteilskarten kann dabei richtig gespart und so viel erlebt werden.

Abenteuer Wasser Weg – Aufbruch zum Sörger Wasserfall Am ersten Morgen ging es nach einem reichhaltigen Frühstück mit dem Auto nach Liebenfels. Dort befindet sich eine von vielen Einstiegsmöglichkeiten zum Abenteuer Wasser Weg. Vom Parkplatz aus ging es direkt los mit unserer morgendlichen Wanderung. Der Wanderweg führt über Mühlsteige, Hängebrücken entlang des Harterbaches, welcher schlussendlich zum Naturdenkmal dem „Sörger Wasserfall“ führt. Immer dem Bachlauf nach lautet die Devise – so lassen sich die Ruinen der ehemaligen Mühlen erkunden, mit etwas Glück die kleinen Einwohner der Schlucht erblicken und sogar Kunstwerke im Wald finden.

Die Gehzeit vom Startpunkt bis zum Wasserfall beträgt in etwa zwei Stunden, danach erreicht man das Naturspektakel. Tapfere lassen sich hier am 25 Meter hohen Wasserfall vom Wasser des Wasserfalls berieseln und genießen die eiskalte Erfrischung. Für die meisten jedoch reicht ein kurzes Fußbad im kühlen Nass schon vollkommen aus. Das Rauschen des Wasserfalls und der leichte Sprühregen, der durch den Wind entsteht sind besonders an heißen Tagen wahnsinnig vitalisierend.

Nach einer Jause am Wasserfall ging es noch ein Stückchen weiter am Weg. Oberhalb des Wasserfalls gibt es noch weitere Ausstiegsmöglichkeiten, der restliche Wanderweg führt bis zur Ortschaft Hart und gestaltet sich ab dem Wasserfall sehr gemütlich. Danach beschlossen wir umzudrehen und den selben Weg wieder zurück zu unserem Auto zu wandern. Den Rückweg kann man aber durchaus auch über Sörg / Pulst antreten.

Dadurch, dass die Wege entlang des Baches führen, sind diese teilweise sehr feucht und rutschig. Weiteres gibt es einige steile Stückchen und Stufen. Wir empfehlen unbedingt ein gutes Schuhwerk um trittfest zu sein. Auch den Ausflug bei Schönwetter zu verrichten würden wir allen ans Herz legen, da es bei Regen schnell zu Hochwasser und Erdrutschen kommen kann.

Wir finden der Abenteuer Wasser Weg ist für all‘ jene sportlichen, die gerne tiefer in die Natur eintauchen möchten und ein kleines Abenteuer erleben möchten. Der Weg ist auch für „trittsichere“ Hunde gut geeignet, welche die paar heiklen Passagen furchtlos passieren und sich zwischendurch im Bach abkühlen können. Außerdem gibt es die Möglichkeit individuelle Führungen, bei denen auf spielerische Weise noch mehr in die Tiefe dieses Naturspektakels eingedrungen wird, zu buchen.

Strandbad Längsee – Eine Perle der Natur Nördlich von St. Veit an der Glan und etwa 20 Minuten von Liebenfels entfernt, umgeben von Bergen und Wäldern, liegt der Naturbadesee Längsee. In diesem Strandbad scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Das Freibad mit seiner Liegewiese, den Holzstegen und dazugehörigen Bauten ist fast schon kultig. Tischtennistische, einen Beachvolleyballplatz, Tretbootverleih und vieles mehr hat dieser See zu bieten. Mit Blick zum historischem Stift St. Georgen ließen wir den herausfordernden Wandertag ausklingen.

Schatzkammer Gurk – eine Zeitreise zurück zu Hemma von Gurk Die heilige Hemma ist in Gurk noch immer allgegenwärtig. Hemma, die großzügige Stifterin Klöster und Kirchen war es, welche laut Urkunden aus dem Jahre 1043 das Frauenkloster in Gurk gründete. Sie liegt nun seit mehreren hundert Jahren in der Krypta des Doms zu Gurk begraben. Der Legende nach soll der Gang durch die Krypta eine glückliche Entbindung sowie die Heilung von Augenkrankheiten begünstigen. Dieser Rundgang darf daher beim Besuch des Doms auf keinen Fall ausgelassen werden. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das an den Dom anschließende Museum mit der Schatzkammer von Gurk.

In den Ausstellungsräumen des neugestalteten Diözesanmuseum Gurk werden kostbare sakrale Kunstgegenstände aus der Diözese Gurk von der Romanik bis zum Barock ausgestellt. Zu sehen sind bemerkenswerte historische Gewänder, Kunstwerke der Glas- und Tafelmalerei, Skulpturen und Figuren sowie Votivgaben. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Schatzkammer zählen unter anderem die Magdalenenscheibe aus Weitensfeld, der Kruzifixus aus Höllein und etliche Objekte der Hemmaverehrung. Diese altertümlichen Reliquien bedürfen einer speziellen Aufbahrung und Pflege, die Luftzufuhr sowie die Temperatur der einzelnen Räume werden reguliert und eine Restauratorin kümmert sich um die teils in Mitleidenschaft gezogenen Schätze. Im dazugehörigen Domladen können kleine Mitbringsel für zu Hause, wie Gurktaler oder Rosenkränze, ergattert werden.

Burghochosterwitz – hoch hinaus mit dem Lift Am frühen Vormittag ging es für uns zur Burghochosterwitz. Hier gilt eindeutig das Motto: first come – first served. Wir waren unter den ersten Besuchern, so genossen wir freie Parkplatzwahl (später war die Hölle los) und keine Warteschlange am Eingang. Auch die Fahrt mit dem Lift, welcher eine Steighöhe von 124 Meter mit einer Fahrzeit von 65 Sekunden aufweist und normalerweise bis zu 14 Personen gleichzeitig befördert, durften wir alleine „genießen“ – genießen ist gut gesagt, die Fahrt ist wirklich nichts für schwache Nerven.

Oben angekommen kann die Rüstkammer, Waffensammlung sowie die Bildersammlung aus der Renaissancezeit im Museum der Burg bestaunt werden.

Und wenn nicht gerade eine Pandemie herrschen würde, könnte man auch dem Zimmermann und dem Schmied bei seiner Arbeit auf der Burg zusehen sowie das umfangreiche Kulturprogramm in Form von Konzerten, Bilderausstellungen und Festen genießen. Das Burgrestaurant hat jedoch trotzdem seine Tore für die Besucher der Burg geöffnet und verwöhnt seine Gäste mit waschechten Kärntner Spezialitäten.

Um das ganze Ausmaß der Burg zu erleben empfehlen wir entweder den Aufstieg oder den Abstieg zu Fuß zu bezwingen. Wir haben uns für den Abstieg entschieden. 14 Tore, welche einst den Burgweg schützten bilden das Wahrzeichen der Burg Hochosterwitz. Der Weg führt zur Burgkirche bis zum Rosengarten und an der Zimmerei vorbei bis man das letzte Tor durchquert und das imposante Bauwerk, welches einst zum Schutz des Landes und der Bevölkerung diente, verlässt.

Nach nicht ganz zwei Tagen, die wir in Gurk und Umgebung verbrachten, ging es leider schon wieder zurück in die Heimat. Ganz ehrlich? Wir wären von alleine vermutlich nie im Leben auf die Idee gekommen, Gurk als unser Urlaubsziel auszuwählen. Viel zu unscheinbar und nicht halb so gut vermarktet wie andere Orte Kärntens überraschte uns Gurk dafür umso mehr! Sorgen und Handy beiseite legen und ein Retreat für Geist und Seele erleben, so lautet das Motto des JUFA Hotel Stift Gurk****.

Stressfrei, endlich im Jetzt ankommen und einfach nur Sein. Die >>Rauszeit<< im wunderschönen, naturbelassenen Gurktal zu genießen, das können wir nur jedem ans Herz legen!

Apropos: auch Hunde sind im JUFA Hotel Stift Gurk**** gern gesehene Gäste. Aufgrund der vielen Spazier- und Wandermöglichkeiten und der geräumigen Zimmer eignet sich das Hotel optimal für die 4-Beinigen Begleiter. Sogar zwei Katzen waren im Hotel zu Gast, als wir dort genächtigt haben. Um Voranmeldung wird jedoch gebeten, da das Zimmer dann dementsprechend zugeteilt werden kann.