Adriana & Melina in Dubai – Teil 2

Adriana & Melina
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Sigtseeing-Tour

Das Burj Khalifa befindet sich direkt hinter der Dubai Mall und ist mit 828m das höchste Gebäude der Welt. Wieder ein Weltrekordtitel den Dubai in Ehren trägt. Mit seiner Höhe überragt das Burj Khalifa die restlichen Wolkenkratzer von Dubais Skyline. Der Dubai Fountain befindet sich direkt hinter der Dubai Mall, abends kann man sich hier das größte Wasserspiel der Welt ansehen. Wir sind einmal komplett um das Burj Khalifa gelaufen, die Größe des Gebäudes ist einfach unglaublich. Eine wahre Challenge ist es, das komplette Gebäude auf ein Foto zu bekommen.

Vom Dubai Frame zur Dubai Business Bay bis hin zum Burj al Arab kann man auf den verschiedenen Touren alles erkunden. Ein kleiner Nachteil der Tour waren die teilweise nicht optimal gekennzeichneten Haltestellen auf der Route, heißt man sollte sich vorher beim Busfahrer erkundigen. Unsere letzte Route führte uns nach Jumeirah –  was so viel wie heißer Stein heißt. Der Name bildet eine Hommage an die früheren Bewohner des Stadtteils, welche größtenteils Fischer und kleine Händler waren, die angeblich Barfuß unterwegs gewesen sein sollen.

Jumeirah ist ein modernes Viertel mit vielen flachen Häusern, diese Gegend ist ein äußerst beliebtes Wohngebiet und unterscheidet sich vollkommen von der Skyline Downtowns. Die Jumeirah-Mosque ist außerdem eine von nur drei Moscheen in ganz Dubai, welche man als Tourist betreten darf. Touristen dürfen die Moschee allerdings nur einmal am Tag und zwar morgens betreten.

Wir sind anschließend Richtung Burj al Arab gefahren und leider in die falsche Richtung geschlendert. So kamen wir direkt vor das Eingangstor des Resorts und nicht an den beliebten Fotostopp, von dem aus die bekannten Bilder des Gebäudes fotografiert werden. Dieser befindet sich übrigens rechts vom Gebäude an einer Strandbar.

Es besteht die Möglichkeit einen Termin für die Besichtigung des Resorts zu vereinbaren. Ein Einheimischer erzählte uns, dass hauptsächlich Chinesen an den Besichtigungen teilnehmen, da das Ticket sehr teuer ist und es einen Dresscode für das Betreten des Geländes gibt – Und ja, das stimmt. Eine Besichtigung des Hotels inklusive zwei Cocktails kosten stolze 159€. Wobei dieses Ticket noch die günstigere Variante ist, nach oben hin gibt es im ikonischen, segelförmigen Gebäude, welches Dubais Vergangenheit als Seehandelszentrum symbolisiert, keine Grenzen.

Ganz nebenbei ist das Burj al Arab nicht nur eines der Wahrzeichen des modernen Dubais, sondern auch eines der luxuriösesten und teuersten Hotels der ganzen Welt. Bei einem malerischen Sonnenuntergang wirkte das Gebäude noch prunkvoller und wurde so perfekt in Szene gesetzt. Wir fanden dieser Anblick war ein krönender Abschluss eines typischen Sightseeing-Tages und entschieden uns nach einer mehr als acht-stündigen Tour und knurrendem Magen, ein Taxi zurück zum Hotel zu nehmen.

Die Hop on/Hop off Bustour ist gerade wegen der großen Distanzen zwischen der Sehenswürdigkeiten, unserer Meinung nach die beste Art Dubai zu erkundigen. Mit den Fahrten, welche pro Route ca. 140 Minuten dauert, den Wartezeiten, Stopps und Aufenthalten zwischendurch kann sich eine Route schon mal extrem in die Länge ziehen. Laut Busfahrer sind eine, maximal zwei Touren bei der man bei jedem Halt aussteigt möglich pro Tag. Sprich man sollte genügend Zeit dafür einplanen und sich eventuell sogar ein 48 oder 72 Stunden Ticket anschaffen.

Den ganzen Tag auf den Beinen gewesen und anständig geschwitzt, haben wir den Abend verdient am Strand in der Hotelbar ausklingen lassen. Jeder Tisch hat seinen eigenen Riesen-Ventilator und fast jeden Abend ist Ladies Night im Sheraton, was so viel heißt wie, gratis Alkohol nur für Mädels, so kann es sich leben lassen!

Hundemüde fielen wir in unsere weichen Betten, die Zimmern des Sheraton sind sehr gemütlich eingerichtet und nachtsüber ruhig. Jeder von uns hatte sein eines Bett und wir schliefen jeden Tag wie auf Wolke 7.

Wüsten-Safari

Auf diesen Ausflug haben wir uns von Anfang an riesig gefreut, es hieß ab in die Wüste! Die Vorfreude war eine ganz spezielle, da wir beide noch nie in der Wüste waren und wir schon immer eine Wüstensafari machen wollten. Da wir aber erst am frühen Nachmittag von unserem Fahrer abgeholt wurden, genossen wir den Vormittag noch am Pool.

Wir waren auch ganz kurz am Strand, die Flipflops nicht vergessen, sonst verbrennt ihr euch die Füße so wie Adriana und das brennt anständig. Dann schnell ins Meer um die Sohlen zu kühlen oder so. Lieber doch zurück zum Pool, der kühlt die heißen Füße tatsächlich wieder ab. Außerdem liefert der Hotelservice Speisen und Getränke direkt zu den Sonnenliegen – einfach herrlich und Achtung leichte Starallüren im Anmarsch.

Und dann war es endlich soweit, wie zwei Divas haben wir uns mit zwei anderen Pärchen und unserem Tour Guide Quasim im Jeep auf den Weg in die Wüste von Dubai gemacht. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir unseren ersten Stopp, das Quad-Camp.

Ehe wir uns versahen wurde unser Kopf von den Einheimischen mit einem Kufiya oder wie viele es vielleicht kennen einem Palästinensertuch eingebunden und schon waren wir 50 Dirham los. Das Tuch war stylisch und schützte unser Gesicht vorm Sand und der Sonne, des Weiteren waren die Einheimischen sehr nett und deshalb haben wir unser Geld gut investiert.

Das Fahren mit dem Quad kostet pro Kopf umgerechnet ca. 25€ und wir finden Quad fahren ist ein absolutes Musst-Do in Dubai! Als Rowdies bretterten wir über den Sand und wurden wegen unseres waghalsigen Fahrstils von einem Mann zurecht gewiesen: „Please girls, for your own safety drive slower. I don’t want to see such beautiful girls cry.” Nicht mehr so schnell wie zuvor, aber mit genauso viel Spaß durften wir mehr als 30 Minuten am Gelände des Camps herum düsen.

Das Abenteuer beginnt! In einer Kolonne von Jeeps ging es abseits von den Straßen quer durch die Wüste zum Dune Driving. Bevor das Spektakel starten kann, wird der Reifendruck der Autos reduziert, damit das Fahren am weichen Sand möglich ist. Für musikalische Untermalung sorgte unser DJ Quasim mit Britney Spears Hit me Baby One more Time und anständigem Speed, sorgte er für viel Gelächter. Die Fahrt war ein ständiges Auf und Ab und eine wahre Achterbahnfahrt. Jemals im Leben lauthals in einem Jeep mitten in der Wüste zu Britney zu singen, dass wir das einmal erleben dürfen, daran hätten wir nie im Traum gedacht. Uns beiden wars fast zu langsam, wir wollten am Liebsten noch schneller und wilder fahren, jedoch wurde unseren Beifahrern ein wenig übel von der wilden Fahrt.

Ein kurzer Stopp bevor wir im Camp ankamen, um sich von der Fahrt zu erholen ermöglichte es uns einen unbezahlbar schönen Sonnenuntergang zu erleben. Quasim mutierte in der Zwischenzeit zum Profifotografen und spielte den Paparazzi für uns alle.

Im Camp angekommen dämmerte es bereits, ungelogen hunderte Menschen zog es diesen Abend in das Beduinendorf. Das Dorf wurde mit Laternen und Scheinwerfern beleuchtet. In der Mitte des Dorfes waren Teppiche ausgebreitet, eine Bühne stand im Zentrum des Platzes.

Wir wurden von Quasim zu unserem Platz geführt und er erklärte uns das Programm des Abends, danach wünschte er uns viel Vergnügen. Coca Cola, Sprite und andere Softdrinks waren im Camp an der Bar gratis erhältlich. Auch ein großes Buffet mit typisch arabischen Gerichten war im Preis der Safari inkludiert. Es gab gegrilltes Lamm, Fisch, Huhn und etliche Beilagen wie Curryreis, Nudeln und Kichererbsen. Natürlich durften auch die berüchtigten Falafel sowie das indische Naan-Brot nicht am Buffet fehlen.

Das Essen war super lecker und eine wahre Gaumenfreude. Wir waren von der hohen Qualität der Gerichte sowie der Menge wirklich überrascht, denn das ist gerade für solche „touristischen“ Ausflüge nichts selbstverständliches. Das Abendessen wurde traditionell am Boden sitzend zu sich genommen, währenddessen fanden drei verschiedene Shows auf der Bühne in der Mitte des Platzes statt. Bauchtanz, Feuer- und eine Lichtshow umrahmten den Abend im Camp.

Man konnte entweder die Shows anschauen oder stattdessen noch anderen Aktivitäten im Camp nachgehen. Sandboarden oder vielleicht doch lieber ein originales Henna-Tattoo? Kamelreiten, ein Foto in arabischer Kleidung oder eine Shisha rauchen, es wurde den Gästen viele Möglichkeiten geboten um diesen Abend zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen. Wir haben die Shows eifrig verfolgt und bewunderten ganz besonders die Feuershow.

Dazwischen sind wir das erste Mal auf einem Kamel gesessen. Das war für uns wie der erste Schultag. Wir waren völlig unbeholfen und ein Bisschen überfordert mit der Situation, denn ein Kamel bewegt sich völlig anders als ein Pferd es tut. Allein das Aufsteigen war mit vielen Lachern verbunden, als Melina fast vom Kamel fiel. Eine wackelige Runde im Kreis auf dem Rücken dieses gutmütigen Tiers und danach noch ein fesches Foto mit unserem neuen Freund, der ein wenig stark roch.

Fürs Sand-Boarding waren wir dann leider schon zu spät dran, da wir alle drei Shows angeschaut haben und uns noch ein Henna-Tattoo machen ließen, obwohl uns so vermutlich der Sand in unseren Unterhosen erspart geblieben ist, denn eine Frau mit Rock klagte über Sand in ihrem Po. Nach zwei Stunden trafen wir uns bei unserem Jeep wieder und traten die Heimreise an.

Während der gesamten Rückfahrt, welche um einiges ruhiger war als die Hinfahrt, plauderten wir mit Quasim über die Erlebnisse im Camp. Quasim war sehr interessiert und es war ihm wirklich ein Anliegen, dass wir an diesem Tag Spaß hatten. Er sagte vorab zu uns allen: „Wichtig ist, dass man für alles hier offen ist und sich für die Dinge zu begeistern versucht, dann wird nicht nur dein Leben leichter, sondern auch um einiges lustiger.“ Und genau diesen Anweisungen sind wir gefolgt und so wurde die Wüstensafari ein wahres Highlight unserer Reise, wir hatten schon lange nicht mehr so viel Spaß an einem einzigen Tag und dieser Ausflug war einfach unvergesslich.

In Dubai beginnt das Wochenende bereits freitags, am Wochenende empfahl man uns früher beim Frühstück zu sein, weil es viele Langschläfer im Hotel gab und es so zu einer kleinen Wartezeit kommen kann. Es ist allerdings empfehlenswert vor 10:00 beim Frühstück zu sein, so hat man am meisten vom Frühstück und kein Gedrängel.

Am besten fanden wir, dass das Wetter von Tag zu Tag angenehmer wurde und wir uns langsam an die heißen Temperaturen gewöhnten. Deshalb entschieden wir uns dazu nach den zwei Tagen voller Aktivitäten den letzten Tag im Sheraton Jumeirah Beach ganz entspannt am Pool und sogar in der Sonne zu verbringen. Melina brutzelte in der prallen Sonne vor sich hin, der Schatten war mir dann mit meiner hellen Haut doch um einiges lieber, denn auf einen Sonnenbrand konnte ich gut verzichten.

Die Hotelanlage bietet auch natürliche Schattenplätze unter Bäumen und Palmen an, diese sind heißbegehrt! – Um einen Platz im Schatten zu ergattern muss man also früh genug am Pool sein. Am Wochenende legt ein DJ direkt am Pool auf, Lounge-Musik, Sommerhits und ein paar Cocktails an der Poolbar versüßten uns diesen Tag.

Abends ist es manchmal wegen der hohen Luftfeuchtigkeit richtig nebelig. As wir auf der Brücke Richtung Dubai Ain auf die künstlich angelegte Bluewaters Insel schlenderten, gab unsere Kamera den Geist auf und weigerte sich zu fokussieren. Wir versuchten die Linse zu trocknen, aber sobald wir sie trocken gewischt hatten, lief sie gleich wieder an. Während wir uns Grün und Blau ärgerten wischte ein Mann die Brücke ab. Er wischte und wischte, gleich wie wir, damit die Brücke nicht zu feucht wurde. Beim Gedanken daran, dass der Herr den ganzen Abend die Brücke trocken halten muss, sahen wir uns an und mussten zu lachen beginnen. Anscheinend waren wir nicht die einzigen, denen die feuchte Luft eine Herausforderung darstellte.

Neben dem größten Riesenrad der Welt befinden sich auf der Insel auch Hotelanlagen, Geschäfte und weitere Attraktionen für Touristen. Besonders schön fanden wir die Super-Trees! Die riesigen „Bäume“ sind den Super Trees von Singapur nachempfunden. Sie liefern ein wunderbares Farben- und Lichtspiel sowie ein cooles Fotomotiv.

Ein Gläschen Bier zum Abschluss und danach ging es in unser Zimmer zum allmählichen Koffer packen, denn am Samstag ging die Reise weiter.

Demnächst folgt der letzte Teil dieser atemberaubenden Reise, es lohnt sich!