Abenteuer Äthiopien

Eva-Maria Dreisiebner

Eva-Maria's persönlicher Reisetipp: Seychellen - herrliche Strände und Natur pur im letzen Paradies auf Erden...
Eva-Maria Dreisiebner

Letzte Artikel von Eva-Maria Dreisiebner (Alle anzeigen)

Selten habe ich mich über eine Einladung so gefreut wie über diese! Äthiopien! Die Wiege der Menschheit, Jahrtausend alte Kultur, das Land des Kaffees, das einzige Land in Afrika, das nie kolonialisiert wurde – aber auch das Land, bei dem man noch immer an die Hungersnot vor 30 Jahren und an die Aktion „Menschen für Menschen“ von Karl-Heinz Böhm denkt.

Heute hat Äthiopien durch den Friedensschluss mit Eritrea und fortschreitende Demokratisierung wieder politische Stabilität erreicht und ist ein wirtschaftlich aufstrebendes Land am Horn von Afrika.

Äthiopien ist noch sehr authentisch und reise-technisch (zum Glück) noch relativ unerschlossen, d.h. die Infrastruktur ist teilweise nicht vorhanden bzw. sind die Straßen in schlechtem Zustand. Auch der Hotelstandard ist vor allem in abgelegeneren Gebieten „gewöhnungsbedürftig“.

 

Essgewohnheiten & Kaffee in Äthiopien

Etwas gewöhnungsbedürftig ist für manche auch das Essen bzw. die Essgewohnheit: Grundnahrungsmittel ist ein spezielles Sauerteig-Fladenbrot namens Injera, welches aus dem einheimischen Getreide Teff hergestellt und zusammen mit verschiedenen breiartigen Saucen mit der Hand gegessen wird. Mir hat es hervorragend geschmeckt! Für Touristen werden in den Hotels natürlich auch sogenannte Touristenmenüs angeboten.

Ein absolutes Highlight ist der Kaffee – er wird in einer speziellen Zeremonie zubereitet und schmeckt hervorragend!

 

Reiseroute: Vom Norden Richtung Süden

Unsere Reiseroute führte uns zuerst zu den kulturellen Highlights in das Hochland des Nordens. Wir besuchten die elf fantastischen freistehenden monolithischen  Felsenkirchen in Lalibela (Weltkulturerbe) und auch in die alte Kaiserstadt Gondar.

Besonders beeindruckt hat mich, dass die Kirchen noch heute Orte gelebter Gottesverehrung sind – in jeder Kirche findet man zahlreiche betende und singende Priester und orthodoxe Pilger. Allerdings erinnerten die (während der ganzen Nacht mittels Lautsprechern übertragenen) Predigten unsere ungeübten Ohren an den islamischen Muezzin und ließen uns kein Auge zu tun.

 

Im Kontrast zum Norden ist es im Süden relativ flach und grün, teilweise durch die vielen Bananenplantagen sogar sehr grün – und der Süden ist die Heimat vieler ethnischer Gruppen bzw.  Volksstämme.

Einen großen Unterschied zum Norden sind auch die Straßen – wir sind vom Minibus auf Jeeps umgestiegen – und das nicht zu unrecht – die Straßen bestehen zum Großteil aus riesigen Löchern und außerdem besteht ein starkes tierisches Verkehrsaufkommen! Riesige Rinder- und Ziegenherden begleiten uns auf den Straßen. Aber auch viele Menschen sind zu Fuß unterwegs: zur Weide, von der Weide, zum Markt oder vom Markt…

Apropos Markt – die unzähligen Märkte sind absolut beeindruckend und sehenswert. Neben dem Handel zelebriert man das Zusammenkommen und feiert dies mit dem Honigwein „Tej“ oder dem Hirsebier „Tella“ – erwerben kann man hier übrigens fast alles – von der Ziege bis zur chinesichen Plastikschüssel!

 

Volksgruppen Äthiopiens hautnah

Wir besuchen in der Omo-Region die Dörfer der Ari, Dorso, Karo, Konso und auch die wohl bekannteste Volksgruppe – die Mursi. Durch die großen Lippenteller der Frauen die äußerlich wohl auffälligste und touristisch begehrteste ethische Volksgruppe Äthiopiens.

Ein Grund mehr, mit einer Reise in dieses traumhafte und abwechslungsreiche Land nicht mehr allzu lange warten!

Die meisten Volksstämme sind Nomaden oder Halbnomaden und leben zum Großteil von Ackerbau und Viehzucht – leider gibt es aber bei einigen z.B. den Mursi schon negative Auswirkungen vom Tourismus. Da sie den Fototourismus (man bezahlt pro Foto, besser gesagt pro Kopf 5 Birr) als einträgliche Finanzquelle entdeckt haben.

 

Mein Fazit nach zehn aufregenden Reisetagen

Äthiopien ist ein wunderbares und absolut sehenswertes Land – geeignet für abenteuerlustige Menschen, die sich für alte Kultur, Natur, authentische ethnische Volksstämme und ein Leben am Rande der Komfortzone interessieren.

Ich war (und bin) begeistert!

Für Fragen und weitere Informationen stehe ich sehr gerne zur Verfügung!
Hier geht’s zum GRUBER-reisen Reisebüro Kaiserfeldgasse >>