Das andere Kenia

Robert Koch

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Roberts persönlicher Reisetipp: Die weiten Steppen Afrikas mit der Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen, mit bizarren Wüstenformationen bis hin zu den Wirtschaftsmetropolen.
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Im Dezember folgte unser Robert (GRUBER-reisen Reisebüro Kaiserfeldgasse) der Einladung von Best4Travel und den H12 Hotels und durfte Kenia abseits der üblichen Touristenpfade kennenlernen. Die Kombination Safari & Baden lässt sich in Kenia sehr gut verwirklichen.

Als der Zollbeamte mich am Flughafen mit einem Lächeln und einem freundlichen „JAMBO“ begrüßte war der anstrengende Langstreckenflug fast schon wieder vergessen. Kenia ist anders!

Unsere Unterkunft Kipalo Hill Camp an der Grenze zum Tsavo West Nationalpark

Der Tsavo Nationalpark ist einer der größten Nationalparks der Welt, umfasst die 1 ½ fache Fläche der Schweiz und wird in den Tsavo West und Tsavo Ost unterteilt. Unsere Fahrt führte uns in das private Conservancy „Kipalo Hill“. Unsere Gruppe wurde schon von den Mitarbeitern erwartet und mit einem freundlichen JAMBO und per Handschlag begrüßt.

Die Ruhe und die grüne Landschaft lies mich bis zur Abreise nicht mehr los.

Die Kipalo Lodge ist auf einem felsigen Hügel errichtet und bietet neben acht Zelten, einen Swimmingpool und einen großen „Gemeinschaftsraum“ an. Der sanft in die Natur eingebaute Aufenthaltsbereich bietet sehr viele Sitzgelegenheiten, eine Bar sowie den Gemeinschaftstisch für die Mahlzeiten. Bei einem kalten Getränk wurden wir über das Camp, den Gepflogenheiten sowie über die Safari Aktivitäten informiert. Das Motto der H12 Hotels lautet „go as you please“ – die Kunden bestimmen selbst wann und welche Aktivität starten soll. Schon bald habe ich meinen Lieblingsplatz gefunden. Am Felsvorsprung genoss ich die grandiose Aussicht über das Tsavo Land bis hin zum Kilimanjaro in Tansania. Die Ruhe und die grüne Landschaft lies mich bis zur Abreise nicht mehr los.

Safarimöglichkeiten im Kipalo Hill Camp

Von der Walking Safari bis hin zum motorisierten Game Drive ist alles möglich. Die Buschwanderungen sind sehr spannend und lehrreich. Simon, einer der Ranger, ist eine Koryphäe der Flora im Busch. Ich lernte einiges über die natürlichen Heilmittel der Pflanzen. Und da wäre noch Richard, ein großer weißer Mann, der Chef von allen Camps in Kenia. Mit seiner ruhigen und natürlichen Art führt er uns zu Fuß durch den Busch. Ich lernte Spuren lesen und bestimmte Laute der Tiere zu identifizieren. Es gibt kein Tier welches er nicht anhand von seinen Spuren identifizieren könnte und Richards Geschichten am Lagerfeuer werde ich wohl nie vergessen. Neben den Buschwanderungen werden auch Game Drives angeboten. Tiere vom Fahrzeug aus zu beobachten ist nicht nur spektakulär sondern bietet auch einen Schutz!

Essen & Trinken im Kipalo Hill Camp

Im Kipalo wird Vollpension inklusive einheimischer Getränke angeboten. Die Mahlzeiten werden an einem Gemeinschaftstisch eingenommen, wünscht man dies nicht, wird ein passender Platz gefunden. Wünsche wie ein romantisches Dinner im Busch werden von den Mitarbeitern sehr gerne erfüllt!

Unsere Unterkunft Delta Dunes Lodge

Nördlich von Malindi, bei der Mündung des Tana Flusses in den indischen Ozean, erwartete uns nicht nur eine wunderschöne naturbelassene Landschaft, sondern auch ein 60km langer, unberührter Sandstrand, eine vielfältige Tier- und Vogelwelt und die einzigartige Delta Dunes Lodge.

Es war schon dunkel als wir ankamen, die letzten 30 Minuten bis zur Lodge fuhren wir mit dem Boot am Tana River. Die Fahrt war trotz völliger Dunkelheit für mich ein erstes Highlight im Delta. Der Sternenhimmel war sensationell. Nach der freundlichen Begrüßung der Mitarbeiter haben wir erstmals zu Abend gegessen und danach wurden wir auf unserer „Zimmer“ gebracht.

Ich habe mich aber rasch daran gewöhnt und konnte das Schlafen in freier Natur genießen.

Die Lodge ist eine 100%ige Öko – Lodge, so besteht die Einrichtung aus gefundenen Materialien. Es gibt keine Türen und auch keine Fenster – alles ist offen. Anfangs war das ziemlich ungewöhnlich, doch ich habe mich rasch daran gewöhnt und konnte das Schlafen in freier Natur genießen. Morgens wurde ich mit einem Vogelkonzert geweckt. Schließlich leben rund 250 unterschiedliche Vögelarten in dem Naturparadies!

Kulinarische Highlights im Delta Dunes

Die Küche des Delta Dunes wird von den Fischen aus dem Wasser bestimmt. Tagsüber hat man auch die Möglichkeit am Fluss zu fischen und die Beute wird abends frisch zubereitet. Besonders in Erinnerung geblieben sind die köstlichen Krabben! Wie auch im Kipalo werden hier immer wieder ungewöhnliche Orte für die Mahlzeiten gesucht. Frühstück im Busch oder ein Abendessen am Flussbett des Tana Rivers mit Lagerfeuer werden von den Mitarbeitern des Camps vorbereitet.

 

Persönlicher Eindruck der Reise

„Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner haben die Zeit“

Dieser Spruch begleitet mich im positiven Sinn die ganze Woche lang. Bei dieser Reise konnte ich mich so richtig entspannen. Ich genoss den grandiosen Ausblick über den grünen Tsavo Nationalpark, beobachtete Wildtiere in deren Umgebung und genoss das Robinson Crusoe Leben im Delta. Das Zusammenspiel zwischen den Mitarbeitern und den Gästen funktioniert wunderbar und die Ranger verfügen über eine Top Ausbildung. Tiere und Pflanzen werden sofort erkannt und sehr gut erklärt. Die Reise ist eine Kombination von Abenteuer, Entspannung und kulinarischen Highlights. Ideal zum „Runterkommen“ und dennoch etwas Außergewöhnliches erleben. In beiden Lodges bietet sich die Möglichkeit Seminare in der Natur durchzuführen, kombiniert mit den Ideen der fachkundigen Crew der H12 Camps wird dies zum Highlight!

Sehr gut gefällt mir die Kombination mit dem Masai Mara Nationalpark, der Park eignet sich hervorragend für Tierbeobachtungen, hat fast eine Big Five Garantie. Danach ins Kipalo fliegen und den Busch auf eine andere Art und Weise kennenlernen. Und der krönende Abschluss im Delta, einfach entspannen und das Robinson Crusoe Leben genießen.

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