Basel – geschichtsträchtig und trendy

GRUBER-reisen Team
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von Kristina Rampitsch
01.11. – 04.11.2012

Mein Mann und ich haben das Wochenende genutzt, um Basel zu besuchen.

Anreisetag

Wir fahren mit dem Auto von Graz nach Basel, Nettofahrzeit 7:40 Stunden. Eine Alternative dazu wäre, mit dem Zug oder Autoreisezug nach Feldkirch in Vorarlberg und von dort weiter nach Basel zu reisen. Ebenso möglich ist die Anreise per Flugzeug nach Zürich und von dort nach Basel. Wir kommen am Nachmittag an und erkunden bei einem Abendspaziergang erstmals die Stadt. Die eigentliche Besichtigungstour starten wir am nächsten Morgen.

Tag 1

Basel ist die drittgrößte Stadt der Schweiz und wir haben uns angesichts der überschaubaren Größe entschieden, die Stadt zu Fuß zu erkunden.

Mit dem Reiseführer CityTrip Basel und einigen Broschüren vom Basler Tourismusamt bewaffnet, beginnen wir unsere Erkundungstour am Tinguely-Brunnen auf dem Theaterplatz. Die zehn Skulpturen im Brunnen bewegen sich, spritzen Wasser und plätschern vor sich hin, man entdeckt immer wieder neue, witzige Details.

Tinguely-Brunnen

Barfüsserplatz mit Barfüsserkirche

Weiter geht’s zum Barfüsserplatz mit der Barfüsserkirche, in der sich das Historische Museum Basel befindet. Während unseres Aufenthalts findet die Basler Herbstmesse statt, die auf zahlreichen Plätzen der Stadt abgehalten wird. So auch am Barfüsserplatz, auf dem nun bunte Fahrgeschäfte und viele Marktstände stehen.

Barfüsserkirche

Das Basler Münster

Wir spazieren weiter zum Basler Münster. Die mit rotem Sandstein erbaute Kirche birgt viele spannende Details. Angespornt durch den Hinweis auf Fantasieelefanten, die sich irgendwo in oder an der Kirche verstecken sollen, beginnen wir, das Münster zu erkunden.
Zunächst den Kreuzgang, der von vielen Grabtafeln gesäumt ist, unter oder hinter denen viele berühmte Basler ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ebenso befinden sich hier zwei Bronzetische der Schweizer Künstlerin Bettina Eichin: der Markttisch, gefüllt mit Gemüse und der sogenannte politische Tisch, auf dem das Gedicht „Die Vergänglichkeit“ von Johann Peter Hebel abgebildet ist.

Kreuzgang im Basler Münster

Im eher schlichten Inneren des Münsters entdecken wir neben dem Grab des berühmten Philosophen Erasmus von Rotterdam auch das Grab einer Steirerin, nämlich von Königin Gertrud Anna, der Frau des ersten Habsburgerkönigs Rudolf.

Unsere Fantasieelefanten finden wir schließlich an der Rückseite des Münsters. Die Steinmetze haben diese Tiere damals nur nach Erzählungen angefertigt, dementsprechend lustig sehen sie auch aus.

Fantasieelefant

Am Platz hinter dem Münster, direkt über dem Rhein, veranstalten wir ein kleines Mittagspicknick und lassen uns die Sonne auf die Nase scheinen.

Rhein

Vom Münsterplatz zur Mittleren Brücke

Wir werfen uns ins Messegetümmel am Münsterplatz. Neben zahlreichen Ringelspielen und einem Riesenrad, das einen tollen Ausblick auf die Stadt Basel verspricht, gibt es viele Marktstände mit leckeren Schweizer Spezialitäten, süß und pikant.

Wir spazieren hinab zur Mittleren Brücke, die 1225 erbaut wurde und lange Zeit die einzige Brücke über den Rhein vom Bodensee bis zur Nordseemündung war. In der Mitte der Brücke befindet sich eine kleine Kapelle, bei der lange Zeit zum Tode verurteilte Kindsmörderinnen, Ehebrecherinnen und Kupplerinnen in den Rhein geworfen wurden.

Mittlere Brücke

Botanischer Garten und Spalentor

Weiter geht‘s zum Petersplatz, der ganz im Zeichen der Basler Herbstmesse steht. Wir wühlen uns durch die Menschenmassen, vorbei an duftenden Schweizer Köstlichkeiten wie Magenbrot, gebrannten Mandeln und Birewegge sowie an eher weniger wohlriechenden Käsefondue-Plätzen.

Hinter dem Petersplatz befindet sich der sehenswerte Botanische Garten der Universität Basel. Das Außengelände ist zu dieser Jahreszeit eher unspektakulär, die Gewächshäuser sind dafür umso faszinierender. Zunächst schlüpfen wir ins eigens für die Victoria Seerose gebaute Gewächshaus und bewundern die zahlreichen Wasser- und Sumpfpflanzen.

Victoria Seerosen

Im Palmenhaus entdecken wir exotische Pflanzen wie einen Kakaobaum oder eine Bananenpalme und auch tierische Bewohner wie Vögel und einen kleinen, grünen Leguan. Über eine gläserne Wendeltreppe gelangt man bis zur Baumkrone einer imposanten Palme und kann das ganze Gewächshaus überblicken.
Der Eintritt in den Botanischen Garten ist kostenlos, mit einer kleinen Spende bedanken wir uns jedoch für die prachtvolle Ausstellung.

Hinter dem Botanischen Garten befindet sich das berühmte Spalentor, eines der schönsten Stadttore der Schweiz. Leider wird es renoviert und ist vollkommen eingerüstet.

Das Basler Rathaus und der Marktplatz

Wir schlendern durch eine der Basler Einkaufsstraßen zum Marktplatz, auf dem viele regionale Händler ihre köstlichen Waren anbieten. Hier befindet sich auch das Rathaus.
Das Gebäude aus dunkelrotem Sandstein und mit seinem markanten Turm ist kaum zu übersehen. Bei einer Führung von Basel Tourismus kann man sich die Besonderheiten dieses Bauwerks näherbringen lassen.

Rathaus

Herrlich speisen im stylishen tibits Basel

Von der langen Erkundungstour müde und hungrig machen wir uns auf dem Weg zum tibits Basel, das wenige Minuten entfernt vom Barfüsserplatz liegt. Hier gibt es sehr frische und gesunde vegetarische Speisen, zahlreiche Salate, köstliche Desserts und leckere Eisteekreationen (der Vanille-Hibiskus-Eistee hat Suchtpotenzial) zu vernünftigen Preisen. Am Sonntag kann man hier sogar bis 16 Uhr brunchen.

Tag 2

Dieser Tag ist hauptsächlich einem Museumsbesuch und Schokolade gewidmet und auch heute ziehen wir wieder zu Fuß los und entdecken dabei kleine Geheimnisse der Stadt, wie etwa einen winzigen Balkon an einem der Kanäle von Basel.

Balkon

Schweizer Schokolade

Am Vormittag machen wir uns auf den Weg zur Basler Papiermühle und müssen feststellen, dass das Museum seine Pforten samstags erst um 13 Uhr öffnet.
Die folgenden zwei Stunden nutzen wir für einen Stadtbummel. Zunächst schlendern wir durch die Freie Strasse, die größte Einkaufsstraße der Stadt, die durch die Präsenz zahlreicher internationaler Ketten leider sehr austauschbar ist.

Einkaufsstraße

Dann lassen wir uns von unseren Nasen leiten, die dem allgegenwärtigen Schokoduft quer durch die Stadt von einer Chocolaterie zur nächsten folgen. Die Schokoladekreationen, die man hier überall erhält, machen süchtig.
Sehr empfehlenswert ist die Merkur Chocolaterie am Marktplatz. Hier gibt es Bruchschokolade in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen sowie himmlische Pralinen. Der Schokotraum hat jedoch auch einen stolzen Preis, drum überlegen wir sehr gut als wir uns ganze 6 Pralinen zum Preis von umgerechnet 7 Euro einpacken lassen – diese Schokoköstlichkeiten sind jedoch jeden Cent wert.

Basler Papiermühle

Dieses Museum ist eines der spannendsten, das ich jemals gesehen habe. Hier kann man nicht nur anschauen, sondern oft auch selbst Hand anlegen.
Der Eintrittspreis von umgerechnet knapp 12 Euro ist absolut gerechtfertigt, denn man verbringt einige Stunden im Museum und verlässt es wieder mit einer Sammlung an selbst angefertigten Papier-Souvenirs.

Papiermühle

Im untersten Stockwerk wird die Papierherstellung eindrucksvoll vorgeführt. Hier kann man auch selbst Papier schöpfen, das das Basler Stadtwappen als Wasserzeichen aufweist.
Weiters erfährt man alles zur Entwicklung der Schrift, zum Buchdruck und zum Buch selbst. Fleißig probieren wir das Schreiben mit einem Federkiel aus, lassen uns ein echtes Brief-Siegel anfertigen, setzen selbst einen Satz aus den einzelnen Buchstaben und versuchen uns an einer alten Schreibmaschine.

Absolut empfehlenswert ist auch der Museumsladen, in dem neben den Produkten, die im Museum selbst hergestellt werden, auch allerhand Schreibzubehör, Fachliteratur und kunstvolle Postkarten angeboten werden.

Wen nach dem Museumsbesuch der Hunger packt, dem sei das Restaurant und Café Papiermühle empfohlen. Aber Achtung, das Restaurant hat nur bis 18 Uhr geöffnet.

Wir stillen unseren Hunger jedoch im Vapiano, das manche von euch vielleicht aus Wien oder Innsbruck kennen. Hier gibt es frische, mediterrane Küche in stylisher Atmosphäre zu moderaten Preisen. Unbedingt für die grandiosen Desserts (wie Lebkuchen-Creme oder Tiramisu) Platz im Magen lassen!

Vapiano

Fazit

Besucht Basel! Egal ob im Herbst oder im Sommer, wo man dann sogar im Rhein schwimmen und herausfinden kann, was ein Wickelfisch ist, besucht diese pulsierende Stadt. Wir werden es bestimmt auch wieder tun.

Im Dreiländereck der Schweiz, Deutschland und Frankreich gelegen, kann Basel auf eine circa 1800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken und ist dennoch eine junge und stylishe Stadt, die jeden in den Bann zieht.

Sorry, keine Hoteltipps!

Hoteltipps findet ihr in meinem Reisebericht keine, da wir unser Quartier für die Dauer unseres Aufenthalts bei Freunden aufschlagen durften. Meine Kollegen in den GRUBER Reisebüros sind euch jedoch jederzeit gerne behilflich, euren Basel-Aufenthalt zu planen und die ideale Unterkunft für euch zu finden.

Ein Gedanke zu „Basel – geschichtsträchtig und trendy“

  1. Dieser Reisebericht ist sehr toll und nachdem wir diesen gelesen haben, habe wir uns
    entschieden im kommenden Jahr diese Stadt zu besuchen.

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