Adriana & Melina in Dubai – Teil 3

Adriana & Melina
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5* Hotel Atlantis

Die Zeit verging wie im Flug und schon war es Samstag. Um 12:00 wurden wir beim Hotel abgeholt, um auf die Palmen-Insel zu fahren und dort ins 5* Hotel Atlantis The Palm einzuchecken. The Palm ist eine von ursprünglich drei geplanten künstlichen Inselgruppen. Wobei The Palm Jumeirah bislang die einzige bebaute sowie befahrbare Insel ist. Die Form der Insel entspricht der einer Palme. Am Ende der Palme befindet sich eines der wohl exklusivsten Hotels Dubais –

Atlantis – Über 1500 Zimmer, davon befinden sich zwei Unterwasser. Ein Aquarium. 65.000 Meerestiere. 23 Restaurants, davon ist eines ebenfalls Unterwasser. Atlantis, das waren drei Tage voller „Schau’ wie cool Momente“.

Disney meets Dubai. Wir fühlten uns wie in 1001 Nacht als wir die Lobby des Hotels betraten. Der Service, das Personal und die Einrichtung, welche an die versunkene Stadt Atlantis angelehnt wurde, sind fast schon kitschig!

Unser Zimmer mit Blick auf das offene Meer befand sich im vierten Stock von insgesamt 22 Etagen. Zwei Doppelbetten, offenes Badezimmer, riesige Dusche, bei diesem Zimmer fiel uns die Kinnlade runter. Und wir fühlten uns schon äußerst wohl im Sheraton Jumeirah Beach, aber das hier waren noch mal 10 Klassen unterschied.

Wir waren richtig geflasht von dem Interior des gesamten Resorts. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, einfach typisch Dubai. Jeder Griff, jede Lampe, die Teppiche, Lifte und Durchgänge, wirklich alles erinnert hier an Korallen und andere Meerestiere sowie Gewächse. Das gesamte Farbkonzept des Hotels bewegt sich in Koralle und Blautönen. Mehrmals am Tag werden die Zimmer gereinigt sowie die Betten vorm Schlafengehen frisch aufgebettet und frische Patschen vor dem Bett platziert. Ebenfalls wurden jeden Tag frische Flaschen Wasser in den Zimmern bereitgestellt.

Das Atlantis besitzt ein eigenes Serviceportal, das via App Tischreservierung und andere Leistungen einfach und unkompliziert vom Zimmer aus ermöglicht. Am ersten Abend haben wir uns via App einen Tisch im libanesischen Restaurant Ayamna reserviert. Dort wurden wir herzlich von den Mitarbeitern in Empfang genommen, im Atlantis sind alle sehr um das Wohl ihrer Gäste bemüht. So luxuriös haben wir noch nie gewohnt.

Nach Empfehlung des Kellners entschieden wir uns für ein traditionell libanesisches Shared Menu – und es war einfach gigantisch! Alle Speisen werden auf dem Tisch platziert und dann heißt es Essen fassen. Geschmacklich war es Neuland für uns, denn in der libanesischen Küche werden ganz andere Gewürze und Zutaten verwendet. Hier wurde zum einen ein Minzesalat mit Granatapfel sowie Teigtaschen gefüllt mit Fleisch und gewürzt Zimt serviert, besonders vom Humus und Naan Brot konnten wir beide nicht genug bekommen.

Abends war auf der Außenanlage um das Hotel nicht viel los. Jedoch besitzt das Atlantis eine eigene Shopping Mall direkt im Hotel sowie eine super coole Bar namens Wavehouse mit Bowlingbahn und Public Viewing, in der man Cocktails aus einer Ananas schlürfen kann. Von der Terrasse der Bar aus kann man in den Wasserpark sehen und Leute beim „Surfen“ beobachten. Das Surfen ist tagsüber ebenfalls gratis für Hotelgäste, abends muss man für 60 Minuten ca. 30€ bezahlen. Natürlich musste das auch gleich ausprobiert werden.

Schnell zurück ins Zimmer und den Bikini anziehen und ab in die Wellen. Eine Stunde Surfen, ist mega anstrengend und super lustig! Und Achtung, Bikini verlieren auch garantiert! Als ich vom Brett fiel, hat mir das Wasser meine Hose runtergerissen und so hab ich meinen weißen Hintern den Surflehrern sowie den Gästen der Bar präsentiert – herrlich peinlich! Danach hat einer der Lehrer immer mit einem ausgebreiteten Handtuch auf mich gewartet, um mich und meinen Po vor weiteren Fauxpas zu verdecken, falls ich beim Sturz wieder meine Hose verlieren sollte. Also unbedingt ausprobieren, vielleicht lieber mit einem Badeanzug, aber Spaß macht es mit und ohne Höschen!

Achtung Rochen!!

Und weil uns zu Ohren kam, dass man früh morgens das Meer und seine weitaus angenehmere Temperatur genießen soll, sind wir pünktlich zu Sonnenaufgang schwimmen gegangen. Fotos mussten wir natürlich auch machen, vor unserem Schloss. Was wir nicht wussten war, dass ein Stachelrochen dieselbe Idee wie wir hatte. Der coole Typ mit einer Länge von ca. einem Meter hat sich zwischen uns am Boden hingelegt. Das war der „nur Ruhe bewahren, nicht ausflippen Moment“,  in dem wir komplett ausgeflippt und hysterisch aus dem Wasser geflohen sind. Haare und Gesicht unter Wasser, Hauptsache der Kamera passiert nix! – Gott sei Dank waren wir mutterseelenallein am Strand, ansonsten hätten die anderen Leute bestimmt sehr viel zu lachen gehabt.

Patschnass ging es erst mal zurück ins Zimmer um die Kleidung zu wechseln. Ein knurrender Magen, kein Problem, das Frühstück kann man in zwei Restaurants zu sich nehmen. In beiden werden sehr ähnliche Speisen serviert. Es ist einfach Geschmacksache welches Restaurant einem mehr zusagt.

Groß ist für das Buffet eine Beleidigung, es war so groß, einfach unglaublich. Pizza, Schokobrunnen, es gab alles und das schon so früh am Morgen. Und wer meint Pizza am Morgen sei ein No-Go, wir fühlten uns wie Kinder als wir jede der Pizzen aßen und uns zur Nachspeise auf den Schokobrunnen stürzten. Gesunde Ernährung war hier fehl am Platz, denn die Versuchung war einfach viel zu Groß.

Im Zimmerpreis sind der tägliche Zugang zum Lost Chambers Aquarium sowie zum Aquaventure Wasserpark inkludiert. Das Aquarium, welches man teilweise schon von einem Rundgang durchs Hotel aussieht, hat uns wirklich in seinen Bann gezogen. Wir standen jeden Tag vor der riesengroßen Glaswand, hinter der sich tausende von Fische wandten und sahen ihnen einfach nur dabei zu.

Sie taten nicht wirklich was besonderes, eigentlich sind sie einfach nur geschwommen, aber wie sagt Dorie aus findet Nemo immer? Einfach schwimmen, einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen. Je länger wir die Fische beobachteten umso surrealer, nämlich fast schon hypnotisierend wirkten sie auf uns.

Das Aquarium ist eine Reise in die versunkene Stadt Atlantis, zahlreiche Informationsbildschirme, in mehreren Sprachen visualisieren die Geschichte Atlantis’ und geben Informationen zu den Meerestieren des Aquariums. In einer guten Stunde, vorausgesetzt man liest alle Informationen, ist man fertig.

Dadurch, dass der Eintritt bei Übernachtung im Hotel inkludiert ist, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert und ein Selfie mit einem Rochen durfte natürlich auch nicht fehlen.

Gerade das Angebot für Kinder ist im Atlantis ausgesprochen hoch, aber auch Erwachsene kommen hier keinesfalls zu kurz. In der Poollandschaft des Resorts gibt es auch einen eigenen Kinderbereich, der ein wahres Erlebnis für Familien ist, wir fühlten uns am Royal Pool wohler, dort ist es weitaus ruhiger als am Zero Entry Pool für Kinder.

Wem es den ganzen Tag am Pool zu langweilig wird, der kann sich im Wasserpark des Hotels anständig austoben. Denn auch im Auqaventure Wasserpark dreht sich alles um Neptun und co. Von der 27,5 Meter hohen Leap of Faith, welche durchs Hai-Becken führt und die manche von der Fernsehserie Galileo kennen bis hin zum Lazy River, welcher dich gemütlich quer durchs ganze Areal bringt, haben wir alles ausprobiert. Wie zwei kleine Mädchen sind wir den ganzen Tag im Wasserpark herumgelaufen, wir haben uns sogar extra wasserdichte Handyhüllen zugelegt.

Den ganzen Tag im Wasser, schrumplige Finger waren vorprogrammiert, hielt die Hülle was sie verspricht und so konnten wir einige unserer Erlebnisse filmen. Für alle Adrenalinjunkies ist Poseidon’s Revenge ein Muss. Boden unter den Füßen weg und im freien Fall geradewegs nach unten, ja das war ein richtiger Kick. Unsere Knie zitterten schon beim Anblick der Leute die vor uns in die Röhre gestiegen sind und als wir dann endlich dran waren, hatten wir solch große Angst, dass wir nicht einmal schreien konnten. Ich betete nur, dass es schnell vorbei sein mag, nach wenigen Sekunden erreicht man das Ziel der Rutsche und kann mit weichen Knien wieder den Boden unter seinen Füßen wahrnehmen.

Neben den Rutschen kann man im Park auch mit Delfinen schwimmen und tauchen gehen, das ist eher nichts für uns gewesen, wir haben dafür fast jede Rutschmöglichkeit ausprobiert. Im Wasserpark lässt es sich übrigens auch gut bei höheren Temperaturen aushalten, Handtücher werden zur Verfügung gestellt und eine Vielzahl an Sonnenliegen gibt es auch am gesamten Areal. Der Wasserpark ist nicht nur für Kinder ein wahres Abenteuer, auch Erwachsene komme hier wirklich nicht zu kurz!

Bei der großen Auswahl an Restaurants fiel uns die Entscheidung sehr schwer. Mehr als 21 Restaurants standen uns insgesamt zur Verfügung. Bei drei Nächtigungen konnten wir leider nicht alle ausprobieren, das wäre wohl unmöglich gewesen. Nach dem wir bereits im Ayamna ein legendäres Abendessen hatten, hatten wir jedoch keine Bedenken über eine womöglich falsche Wahl.

Im Kaleidoscope und Saffron waren wir die letzten beiden Abende essen. In beiden Restaurants wird ein Buffet mit themed dinners serviert, wobei das Saffron hauptsächlich asiatische Küche bietet. Das Sushi Buffet war riesig! Hier gehen die Träume aller Sushi-Liebhaber in Erfüllung. Vorspeise – Sushi – Hauptspeise – Sushi, dann noch mal Sushi und als Nachspeise haben wir das Nachspeisenbuffet leer geräumt – Nein Spaß, das Buffet kann man gar nicht leer räumen, denn es wird stets aufgefüllt.

Und so waren auch die nicht ganz drei Tage im Atlantis so schnell vergangen wie die vorigen Tage. Wenn man fast den ganzen Tag unterwegs ist, vergeht die Zeit einfach rasend schnell und schon ist eine Woche um. Am Tag unserer Abreise haben wir uns mit unserer Freundin, die zur selben Zeit wie wir in Dubai war, verabredet. Dadurch, dass wir bereits am Vormittag ausgecheckt sind, wollten wir nicht mehr am Pool verweilen, obwohl das durchaus möglich gewesen wäre. Als wir in die Wüste gefahren sind, haben wir eine Mall mitten im Nirgendwo entdeckt und dort sind wir an diesem Tag hingefahren. In die Dubai Outlet Mall.

Mit dem Shuttlebus, der gratis für Hotelgäste ist, sind wir ca. 1 Stunde gefahren. Die Mall, ist so wie alle Malls in Dubai, groß. Zwar ist sie mit ihren 200 Stores bei weitem keine Konkurrenz zur Dubai Mall und in ihr werden ausschließlich reduzierte Markenwaren angeboten. Wir waren unter der Woche in der Mall und sie war wie leer gefegt, eine einheimische Dame erzählte uns im Bus, dass die Mall erst gegen Jahresende gut besucht sei und sie hat sie Ghost Mall genannt. Uns störte es nicht, dass keine Menschenmassen durch die Gänge strömten, denn so konnten wir gemütlich von Shop zu Shop schlendern und das ganz ohne Gedrängel.

Die Preise waren verschieden, manche Produkte waren fast identisch mit österreichischen Preisen, andere wie zum Beispiel Converse waren in einem der Stores um ein Vielfaches günstiger. Ein paar Schnäppchen haben auch wir ergattert, zwei Paar Puma Schuhe zum Preis von einem. Um in der Mall einen richtigen Schnäppchen-Marathon zu starten sollte man die Mall unbedingt auch in der Hauptsaison besuchen, denn im Herbst und Winter rutschen die Preise in den Keller.

Abreise

Der Rückflug war äußerst angenehm, Essen und Service waren wieder vorzüglich, das Umsteigen in Istanbul war dieses Mal mit einem längerem Aufenthalt verbunden, so konnten wir im. Duty Free noch ein paar Souvenirs besorgen. Pünktlich um 9:00 landeten wir am Grazer Flughafen.

Fazit

Das war Dubai – Ob im familiären Sheraton Jumeirah oder doch lieber ein paar Tage im fünf Sterne Erlebnisparadies Atlantis. Das alles ist in Dubai möglich, denn hier kann jeder alles haben. Und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt  was uns in dieser Woche voller WOW-Momente bewusst wurde. – Die künstlichen Inseln, die Skyline, die Weltrekorde, die Malls, das Essen, die Attraktionen, dazu gehörte auch eine Hochzeit, die wir im Atlantis bestaunten und die kitschig wie in Las Vegas war.

Wer glaubt Dubai sei’ eine Stadt ohne Herz, der liegt falsch, die freundliche und offene Art der Leute ist bemerkenswert und wir waren überrascht wie frei man sich in diesem einst so konservativen Land auch als Frau bewegen kann. Die Menschen geben dieser jungen Stadt eine Seele und all’ ihre Herzen schlagen für Dubai.

Den besten Tag dieser Woche zu definieren ist unmöglich, denn es hat keinen Tag gegeben an dem wir nichts besonderes erlebt haben. Jeder einzelne Tag war für sich selbst so unbeschreiblich lebenswert und wird uns wohl ewig in Erinnerung bleiben.