Meine erste Kreuzfahrt

Katrin Dietrich

Katrin's persönlicher Reisetipp: Zwischen pulsierenden Städten, urigen Dörfern und saftig-grünen Landschaften - Irland muss man einfach gesehen haben!
Katrin Dietrich

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Wer sich binnen kürzester Zeit mit mehreren Destinationen bekannt machen will, ist auf einem Kreuzfahrtschiff goldrichtig – Katrin Dietrich (GRUBER-reisen Reisebüro St. Leonhard) erkundete in vier Tagen die Kanarischen Inseln und die neue AIDAnova! Die Route verlief von Teneriffa zu Fuerteventura und weiter über Lanzarote nach Gran Canaria.

Die Anreise zum Hafen von Santa Cruz

Die Kanaren erreicht man in nur fünf Flugstunden ab Wien! Mein Flug startete um 07:00 Uhr morgens nach Teneriffa. Ich empfehle dringend, zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, um ausreichend Zeit zur Gepäckaufgabe und für die Sicherheitskontrollen zu haben. Der Flughafen Wien ist bequem mit Auto, Zug und Flixbus erreichbar. Ab Graz muss mit einer Anreisezeit von etwa zwei Stunden gerechnet werden, weshalb eine Vorabendübernachtung in einem der Flughafenhotels eine Überlegung wert ist!

Tipp: Bei vielen Fluglinien besteht die Möglichkeit eines Vorabend-Check-Ins. Der Vorteil: Man erhält die Boardingkarte vorab direkt aufs Mobiltelefon. Das heißt Kofferabgabe, Sicherheitskontrolle und schon ist man am Gate! Gerade bei frühen Abflügen ist ein Vorabend-Check-In eine angenehme Variante. Einige Airlines bieten sogar die Möglichkeit einer kostenlosen Sitzplatzreservierung!

Am Flughafen Teneriffa Süd angekommen, wurde mir ein Bus zugewiesen, der mich vom Flughafen zum Hafen von Santa Cruz de Tenerife brachte. Der Transfer dauerte ungefähr 40 Minuten.

Mit den Reiseunterlagen erhielt ich vor der Reise auch einen Kofferanhänger mit meiner Kabinennummer. Es ist wichtig, dass dieser vor Abflug am Koffer angebracht wird, da die Koffer von den Mitarbeitern der AIDA vom Bus direkt auf die Kabine gebracht werden!

 

Einschiffung leicht gemacht

Die Einschiffung am Hafen von Santa Cruz de Tenerife ging zügig voran. Der erste wichtige Punkt, um das Schiff betreten zu dürfen ist eine Sicherheitskontrolle – wie am Flughafen. Auch wenn man während der Reise von Bord geht, ist die Sicherheitskontrolle bei Rückkehr an Bord unumgänglich.

Da ich das Privileg hatte, in einer Juniorsuite zu nächtigen, standen mir auch viele Vorteile – wie zum Beispiel der Priority Check-In – zur Verfügung.

Vor Erhalt meiner Bordkarte wurde ein Foto von mir gemacht, das dann bei jeder Aktivität mit meiner Bordkarte am Display des jeweiligen Mitarbeiters aufscheint.

Tipp: Es ist empfehlenswert, beim Bordmanifest vor Reiseantritt eine Kreditkarte zu hinterlegen. Das erspart zusätzlichen Aufwand, vor allem beim Check-Out.

 

Die Juniorsuite

Nachdem ich die beeindruckend große AIDAnova betreten hatte, machte ich mich auf die Suche nach meiner Kabine mit der Nummer 9099. Als ich sie gefunden hatte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus! Zu meiner Überraschung erwartete mich außer der umwerfenden Kabine ein Tischchen bestückt mit edler Schokolade, einem Obstteller und Champagner!

Die Juniorsuite auf der AIDAnova ist in drei Teile unterteilt: die Kabine selbst, einer Lounge und einem Balkon. Die Einrichtung ist in Blau- und Grautönen gehalten. Die Kabine selbst ist mit einem Badezimmer, einem Kasten, einem Schreibtisch, einem Sofa und einem Himmelbett mit zwei getrennten Matratzen ausgestattet. Außerdem werden drei verschiedene Kissen bereitgestellt, damit für jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist!

Durch eine Schiebetür gelangt man in die Lounge, die mit einem bequemen „Strandkorb“, fast eher einem Sofa gleichend, ausgestattet ist. Auch eine Leselampe befindet sich dort – perfekt um mit einem guten Buch zu entspannen! Natürlich darf auch ein Tisch nicht fehlen! Im Gegensatz zu anderen Kabinen verfügt die Juniorsuite über eine Minibar. Diese ist zwar gegen Gebühr, die Preise sind aber wirklich in Ordnung! Eine Flasche Wasser (1 Liter) kostet in der Minibar zum Beispiel € 1,50.

Durch eine weitere Glastür gelangt man auf den Balkon, auf dem man zwei sehr bequeme Sessel, ein kleines Tischchen und eine Hängematte findet, die man quer über den Balkon spannen kann!

Ich persönlich würde zu einer Balkonkabine raten. Man kann jederzeit das Rauschen der Wellen und die leicht salzige Meeresbrise genießen. Außerdem ist der Ausblick atemberaubend!

 

Mein Reiseverlauf – das Schiff

Nachdem ich mich in meiner tollen Kabine etwas eingelebt hatte, unternahm ich kurzerhand einen Spaziergang durch Santa Cruz de Tenerife. Ich schloss mich mit einigen Kolleginnen aus anderen Reisebüros zusammen und wir bummelten durch die lebhaften Gassen der Stadt!

Wieder zurück an Bord beschlossen wir, einen Rundgang über das Schiff zu machen. Aufgrund der Größe ist es nicht verwunderlich, dass wir uns trotz des Deckplans am Anfang ein wenig verlaufen haben.

Am Abend hat es uns in das Brauhaus verschlagen. Dort gibt es viele Bierspezialitäten und die Animateure haben bei Schlagerhits um die Wette gesungen – die Stimmung war wie auf einem Volksfest!

Für Junge und Junggebliebene eignet sich „The Cube“ ideal, um auf den Putz zu hauen! Der Club ist sehr gut besucht, der DJ legt bekannte Hits auf und für Hungrige gibt es die Möglichkeit, sich beim Street-Food-Corner bis zwei Uhr nachts Döner und Currywurst zu gönnen – wie beim Feiern zuhause!

 

Kulinarik an Bord der neuen AIDAnova

Am zweiten Tag, Fuerteventura, beschloss ich, die AIDAnova etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Meine Entdeckungstour führte mich quer über das ganze Schiff und langsam fand ich mich zurecht.

Besonders erwähnenswert sind die 17 Restaurants und Bars! Jedes einzelne ist nach einem besonderen Thema konzipiert und jedes Restaurant bietet andere kulinarische Spezialitäten an. Die größten sind die fünf Buffetrestaurants – Getränke inklusive.

Weiters gibt es fünf Restaurants, bei denen die Getränke gegen Aufpreis erhältlich sind. Dazu zählen unter anderem das Burger-Restaurant „Best Burger @ Sea“, bei dem man viele Klassiker und spezielle Eigenkreationen auf der Karte findet, oder auch das „Ocean’s“. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um ein Fischrestaurant. Besonders bemerkenswert ist das aufwendig gestaltete Ambiente! Am besten, Sie machen sich selbst ein Bild davon:

Die neue AIDAnova verfügt auch über sechs Spezialitätenrestaurants, bei denen sowohl Speisen als auch Getränke gegen Aufpreis erhältlich sind. Man findet hier zum Beispiel ein Steakhouse, ein Sushi-House, einen Asia Grill und vieles mehr!

Ein besonderes Augenmerk ist auf das Restaurant “Time Machine” zu legen! Zum Drei-Gänge-Menü werden Sie von Professor Tempus auf eine spannende Zeitreise in die Tiefen des Meeres nach Atlantis entführt! Das Restaurant ist wie ein U-Boot im Steampunk-Stil aufgebaut – Bildschirme an den Wänden und an der Decke verstärken den Eindruck der spannenden Geschichte, die während des Abendessens erzählt wird. Besonders Kinderaugen kommen bei diesem einzigartigen Erlebnis zum Leuchten!

Um beim Thema Familien zu bleiben: die AIDA bietet ein riesengroßes Angebot für Kinder! Sei es der Kids-Club, die Babybetreuung oder der Kletterpark über dem großen Familienbereich – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Erwähnenswert ist auch der Baby-Corner im Restaurant Fuego: Man findet dort eine große Auswahl an Babynahrung – natürlich zur freien Entnahme!

 

Mein Reiseverlauf – Ganztagesausflug auf Lanzarote

Für den dritten Tag habe ich mir einen Ganztagesausflug auf Lanzarote ausgesucht. Den Ausflug buchte ich am Ankunftstag direkt am Schiff, es gibt eine eigene Corner dafür. Ich würde  aber empfehlen, die Ausflüge vorab zu buchen, da die Verfügbarkeiten am Schiff schon knapp sein können und manche Ausflüge gar nicht mehr verfügbar sind.

Der erste Stopp war der heißeste Punkt der Insel – im Timanfaya National Park. Es gab drei verschiedene Demonstrationen um zu zeigen, wie heiß es dort wirklich ist:

  1. An der ersten Station bekamen wir Kies in die Hand, der 60° C warm war und direkt vor unseren Augen aus dem Boden gehoben wurde.
  2. Weiter ging es zu einem Loch im Boden, in das ein vertrockneter Busch geworfen wurde. Nach einigen Sekunden begann dieser zu rauchen und plötzlich brannte der ganze Busch lichterloh.
  3. Die beeindruckendste Station war die letzte. Es wurde Wasser in eine schmale Röhre geleert, die tief in den Boden ging. Man hörte sofort das Zischen und sah ein wenig Dampf. Nach einer weiteren Wasserladung kam sofort eine riesige heiße Fontäne aus dem Loch, weil das Wasser so schnell verdampfte!

Die Route führte unsere Gruppe weiter über die Landschaft aus Vulkangestein. Die kurvenreiche Strecke durch den Nationalpark darf nur von Bussen und nicht von Autos befahren werden.

Ein weiteres Highlight auf Lanzarote sind die stürmischen Klippen “Los Hervideros”. Der Ausblick über das offene Meer ist atemberaubend und man kann das stürmische Spiel der mehreren Meter hohen Wellen beobachten, die in Meereshöhlen branden.

Der letzte Punkt der Tour war “Jameos del Agua”. Das sind Lavahöhlen mit einem unterirdischen Salzsee. Das Besondere an dem Salzsee sind die kleinen weißen Krebse, die nur etwa 1,5 cm groß sind und eigentlich nur in ozeanischen Tiefen von 2.000 m vorkommen.

 

Entertainment at it’s best

Nach einem besonders köstlichen Abendessen im Ocean’s führte uns unser Weg zum Herzstück des Schiffs, dem Auditorium. Dort werden viele verschiedene Shows und Kunststücke aufgeführt!

Zu unserer Freude wurde an diesem Abend “The Voice of the Ocean” aufgeführt, abgeleitet von der TV-Show “The Voice”. Besonders schön fand ich, dass es sich um ein “Crew-Special” handelte und die Besatzungsmitglieder ihr Talent beweisen konnten!

 

Der Check-Out

Es gibt auf der AIDA die Möglichkeit, die Koffer am Vorabend der Abreise (bis 02:00 Uhr nachts) auf den Gang zu stellen. Die Koffer werden dann von den Crew-Mitgliedern ins Hafengebäude gebracht und nach den Stockwerken des Schiffs sortiert. Man erspart sich somit lästiges Schleppen!

Da ich meine Kreditkarte vor Antritt der Reise hinterlegt hatte, konnte ich ganz einfach ohne jeglichen Check-Out Prozess das Schiff verlassen. Die Zimmer mussten um 09:00 Uhr – bzw. 11:00 Uhr bei Juniorsuiten – geräumt sein, man konnte sich aber bis zur Abreise am Schiff aufhalten.

Der Weg zum Flughafen Las Palmas auf Gran Canaria erfolgte mit einem Shuttlebus und der Flieger startete um 18:00 Uhr, mit Ankunft in Wien um 00:10 Uhr.

Ich empfehle auch hier eine Übernachtung in einem der beiden Flughafenhotels, da die nächsten Züge und Busse erst wieder zwischen 04:00 und 05:00 Uhr morgens in Richtung Graz fahren. Auch bei der Abreise mit dem eigenen PKW ist eine Übernachtung am Flughafen sehr empfehlenswert, da der Abreisetag sehr anstrengend ist und man nicht übermüdet mit dem Auto fahren sollte.

Fazit

Eine Kreuzfahrt ist ein einmaliges Erlebnis, das man unbedingt gemacht haben sollte! Ich bin total begeistert, welche Möglichkeiten man an Bord eines Schiffes hat und vor allem hat mich die Tatsache überzeugt, jeden Tag an einem anderen Ort aufzuwachen, ohne ständig das Hotel wechseln zu müssen!

Jederzeit sehr gerne wieder!